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Kastanienzaun

Staketenzäune werden auch in Deutschland immer beliebter, denn sie sind bei der Gartengestaltung sehr vielseitig einsetzbar und passen am besten zum sehr natürlichen Gartenstil. Beim Material kann man zwischen verschiedenen Holzarten wählen, doch viele davon können nicht mit ausreichend Robustheit und Langlebigkeit überzeugen. Das gilt zum Beispiel für das Holz der Fichte oder der Tanne. Robinie und Eiche wären gut geeignete Holzarten, jedoch bekommt man nur seltene Staketenzäune daraus, und vor allem sind diese sehr teuer.

Der Staketenzaun aus Kastanie ist rustikal und modern zugleich

Das Holz der Edelkastanie wird sehr gerne für die Herstellung von Staketenzäunen verwendet, denn es ist sehr robust und langlebig und darüber hinaus sehr pflegeleicht. In der Gartengestaltung ergibt sich damit eine Vielzahl an Möglichkeiten, denn die Einsatzbereiche sind sehr vielfältig. Ein Kastanienzaun ist modern und rustikal zugleich, da das Gesamtbild etwas unsymmetrisch ist, passt er hervorragend in eine natürliche Umgebung, besser als die klassischen, sehr geradlinigen Zäune.

Rustikale Kastanienzäune findet man überwiegend in dörflichen Gegenden, hier wird er gerne für die Parzellierung von Grundstücken verwendet, denn er hat immerhin eine attraktive Optik. Bereits vor einigen hundert Jahren schätzten die Menschen das Kastanienholz und fertigten daraus unter anderem Zäunen, als Schutz für ihre Gärten, Beete oder Weiden. Überzeugen konnte dabei vor allem der geringe Anschaffungswert, aber auch die spielend leichte Montage ist ein Argument für den Staketenzaun aus Kastanie.

Mittlerweile hat der Kastanienzaun längst Einzug in die Gärten der Vorstädte und Städte gefunden, denn gerade hier schätzt man es sehr, ein wenig ländliches Flair auf dem eigenen Grundstück zu haben. Hier dient er nicht nur als Zaun, um das Grundstück abzugrenzen, ein Kastanienzaun kann auch dekorative Zwecke erfüllen. So eignet er sich auch hervorragend als Rankhilfe, so dass man ihn wunderbar begrünen und einen herrlichen Blickfang schaffen kann.

In einer entsprechenden Höhe ausgewählt, kann man ihn aber auch als Sichtschutz nutzen, um einzelne Bereiche oder die Terrasse vor allzu neugierigen Blicken abzuschirmen. Die niedrige Variante eignet sich dagegen perfekt, um eine Einfassung für einzelne Beete umzusetzen, um den Garten in mehrere Bereiche zu unterteilen oder als Einfassung für den Teich oder Pool. Auch im Bereich der Tierhaltung spielt der Staketenzaun aus Kastanie in der heutigen Zeit eine wichtige Rolle. Als Wanderzaun ermöglicht er ein leichtes Umsetzen, falls eine Weide abgegrast ist. Darüber hinaus kann man ihn auch für den Freilauf bei der Hühner- oder Kleintierhaltung einsetzen.

Als französische oder englische Variante erhältlich

Den Staketenzaun aus Kastanie bekommt man im Handel in zwei unterschiedlichen Varianten, nämlich der englischen und der französischen. Hergestellt werden beide aus unbehandeltem Kastanienholz, somit unterscheiden sie sich von der Qualität her nicht, lediglich die Optik ist etwas anders. Die Latten der französischen Variante werden so verarbeitet, dass sie wesentlich gleichförmiger, gerader und glatter sind, die Oberseite ist in der Regel spitz. Damit die glatte Oberfläche gewährleistet ist, behandelt man die französischen Latten nach, so dass keine Splitter mehr vorhanden sind. Bei den englischen Staketen ist es hingegen so, dass sie meistens etwas dicker sind, während die Oberseite stumpf ist. Beim englischen Kastanienzaun müssen die Staketen oftmals mit Hilfe von Klammern am Draht befestigt werden. Das ist bei der französischen Variante normalerweise nicht der Fall, denn sie ist ein wenig fester geflochten.

Warum die Kastanie ideal für die Herstellung von Staketenzäunen ist

Viele Holzprodukte für Landschaft und Garten werden aus dem Holz der Edelkastanie gefertigt, weil dieses schnell erneuerbar ist, aus Europa stammt und für viele Einsatzbereiche einfach das ideale Material darstellt. Zum einen ist das Holz besonders robust und witterungsbeständig, der sehr hohe Anteil an Gerbsäuren verhindert zudem recht zuverlässig einen Befall mit Pilzen und Schädlingen. Selbst für den Außenbereich ist es aus diesem Grund nicht notwendig, das Holz zu imprägnieren, das schützt die Umwelt auch vor zusätzlichen Giftstoffen.

Das unbehandelte Holz ist somit ökologisch gesehen eine hervorragende Alternative zu den vielen imprägnierten Holzprodukten, die der Umwelt aufgrund der Giftstoffe nicht gerade zuträglich sind und sie unnötig belasten. Durch die Verwendung des Holz der Edelkastanie entsteht kein Sondermüll, und es gibt keine Probleme bei der späteren Entsorgung. Hat der Staketenzaun aus Kastanie nach rund 20 Jahren ausgedient, kann man das Holz bedenkenlos verbrennen.

Das Nutzholz der Edelkastanie ist darüber hinaus besonders hochwertig und überzeugt durch Elastizität und Festigkeit zugleich. Das Holz lässt sich außerdem leicht bearbeiten, hat nur einen geringen Splintanteil sowie ein geringes Quell- und Schwindverhalten sowie einen sehr schmalen Anteil an Weichholz. Durch den Anbau innerhalb Europas sind die Transportwege nur kurz, was einen weiteren ökologischen Vorteil darstellt.

Tipps für den Aufbau des Kastanienzauns

Um die Pfosten für den Staketenzaun setzen zu können, braucht man einen Erdbohrer (Brech- oder Eisenstange als Alternative möglich), einen Vorschlaghammer, eine Wasserwaage, eine Richtschnur und eventuell eine Säge. Die Pfähle für den Kastanienzaun lässt man im Abstand von maximal zwei Metern in den Boden ein, mit 150 cm ist man auf der sicheren Seite. Mit einem Erdbohrer mit einem Durchmesser von rund sieben Zentimetern ( kann man eventuell im Baumarkt ausleihen) oder einer Eisenstange bohrt man zu diesem Zweck ein Loch vor.

Verwendet man eine Eisenstange, rammt man diese in den Erdboden und dreht sie in kreisenden Bewegungen, so dass ein Trichter entsteht. Das Loch sollte letztendlich so groß sein, dass es dem Durchmesser des Pfostens entspricht. Mit dem Vorschlaghammer kann man die Pfähle jetzt eintreiben, ist der Boden ziemlich hart, muss man mit Beschädigungen des Holzes rechnen. Aus diesem Grund ist es ratsam, sich für etwas längere Pfosten zu entscheiden, diese kann man dann später nach dem Einschlagen kürzen.

Das Setzen der Pfosten für den Staketenzaun aus Kastanie

Damit sich die Pfähle beim Einschlagen ins Erdreich nicht spalten, kann man deren Köpfe mit einem Draht fest umwickeln, festes Klebeband wäre eine mögliche Alternative. Sofern man den Kastanienzaun um ein Eck ziehen möchte, stützt man die Eckpfosten am besten durch zwei Pfosten ab, die im Winkel von 45 Grad eingeschlagen werden. Die Richtschnur wird so gespannt, dass man die Postion der Pfähle genau bestimmen kann. Da diese naturgewachsen sind, sollten sie immer so gesetzt werden, dass die geradeste Seite in Richtung Zaun zeigt.

Die Pfosten werden so tief eingeschlagen, dass das Ende sich etwas unterhalb der Spitze der Staketen befindet, und man dennoch die oberste Drahtreihe befestigen kann. Damit das Wasser später ungehindert abfließen kann, sollte man die Pfähle noch schräg absägen. Damit die Pfähle aus Kastanie trotz Kontakt mit dem Erdreich ausreichend haltbar sind, ist es empfehlenswert, sie zuvor in dem Bereich anzukohlen, mit dem sie in die Erde kommen. Über einem offenen Feuer, zum Beispiel einem Gartengrill, kann man die unteren Enden anbrennen, bis eine Schicht aus Kohle von etwa zwei Millimetern entstanden ist.

Den Kastanienzaun richtig befestigen

Um den Staketenzaun an den Pfählen befestigen zu können, braucht man einen Akkuschrauber oder eine Bohrmaschine, eine Kombi- oder Beißzange, eine kleine Eisensäge und eventuell ein längeres Nageleisen für das Spannen des Zauns.

Um den Staketenzaun zu trennen, sägt man den Draht mit einer kleinen Eisensäge auseinander, dabei biegt man die Enden des Drahtes nach unten, um keine Verletzungen zu riskieren. Wird bei einem längeren Zaun mehr als eine Rolle benötigt, wird die letzte Latte der ersten Rolle entfernt, am besten mit einer Beißzange. Durch die losten Drahtenden steckt man dann die erste Latte der zweiten Rolle und dreht den Draht wieder zusammen.

Für die Befestigung des Kastanienzauns an den Pfosten gibt es drei unterschiedliche Möglichkeiten. Entweder nimmt man die Fixierung mit Hilfe von Krampen direkt am Draht vor, verschraubt die Staketen an den Pfählen oder man verwendet einen rostfreien Draht. Muss der Staketenzaun zum Schluss noch gespannt werden, führt man eine Eisen- oder Brechstange zwischen einem Pfosten und der daneben liegenden Stakete ein und drückt dann in die gewünschte Richtung. Übrigens kann man unter einzelne Staketen auch kleinere Steine legen, falls der Zaun nicht gespannt genug ist, das verhindert dem Kontakt des Holzes mit dem Erdreich.